Geschichte

Die ruhmreiche Lauchstädter Theatergeschichte...

...wäre nie geschrieben worden, hätte es nicht den Kurbetrieb und die Heilquelle gegeben. Letztere wurde 1710 von Professor Hoffmann entdeckt und anschließend auf herzoglichen Befehl baulich gefasst. Damit ist der Lauchstädter Heilbrunnen genauso alt wie das nicht minder berühmte erste europäische Porzellan aus Meißen!

Das Luxus- und Modebad erblühte ab 1775, als der Dresdner Hof seine Sommerresidenz mehrfach nach Lauchstädt verlegte. Das alte ortsansässige Renaissanceschloss der Sachsen-Merseburger Herzöge war den verwöhnten Dresdnern zu unscheinbar.

Man beauftragte J. W. Chryselius, den Merseburger Stiftsbaumeister, mit dem Bau einer modernen Kuranlage. Der Dresdner Barock steht bei diesen Bauten ganz unverkennbar Pate.

Noch heute machen Kursaal und Pavillon in ihrer Eleganz...

... und Anmut den besonderen Stil Bad Lauchstädts aus. Die Noblesse des Interieurs im Historischen Kursaal wird entscheidend durch die Ausmalung des frühen 19. Jahrhunderts geprägt, die der preußische Staat, dem Lauchstädt nach 1815 anheim gestellt war, durch keinen geringeren als Karl Friedrich Schinkel vornehmen ließ.

Obwohl seit 1941 der reguläre Kurbetrieb in Bad Lauchstädt eingestellt ist, sind die heutige Goethestadt Bad Lauchstädt und die Historischen Kuranlagen nach wie vor darauf eingestellt, Gäste zu empfangen und zu beherbergen. Die historischen Gebäude des Kurbades dienen öffentlichen, musealen und kulturellen Zwecken. Umfangreiche Restaurierungen in den sechziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts machen uns den alten Glanz des Luxus- und Modebades sehr gegenwärtig.

Der Kursaal ist einer der reizvollsten Konzert- und Festsäle Mitteldeutschlands

Der herzogliche Spielsalon von 1735 und der pittoreske Kollonadengang sind eine liebevoll bewahrte Erinnerung an das Luxus- und Modebad.

Hinter dem Kurparkteich befindet sich in einem offenen Pavillon die Büste Christianes, der Gefährtin und Ehefrau Goethes, die persönlich aufgrund zahlreicher Kuraufenthalte eng mit Lauchstädt verbunden war. Das Ensemble wird komplettiert durch das frühere Badehaus aus dem Jahre 1823 und eine zierliche Villa im Stil der italienischen Renaissance.

In das Bild des Kurparks hinein wirken die an der Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts orientierten Gebäude des Lauchstädter Brunnenversandes und die schöne und bemerkenswert ausgestattete Bad Lauchstädter evangelische Pfarrkirche.

Historische Kuranlagen und Goethe-Theater GmbH

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